"Kompensation im Wald"
Tagung
des BFAD in Essen am 09. und 10.09.2010
Die Fachtagung
des BFAD im Jahr 2010 befasste sich mit den rechtlichen und fachlichen Rahmenbedingungen für
Kompensationsmaßnahmen im Wald. Ca. 70 Tagungsteilnehmer nutzten die Gelegenheit zu
Information und Diskussion während des Vortragsteils der Tagung. Am 10.09. bestand die
Gelegenheit, beispielhafte Kompensationsmaßnahmen des Regionalverbands Ruhr unter
kompetenter Führung kennenzulernen.
Tagungsprogramm
Folgende Vorträge der Tagung können im Folgenden als
PDF-Dateien heruntergeladen werden. Wir danken herzlich allen Referenten für
Ihre Beiträge und die Bereitschaft, diese hier zur Verfügung zu stellen! » Ulrike Biedermann: Bewertungsverfahren in NRW auch unter
Berücksichtigung des Klimawandels«
» Prof. Dr. Andres Bolte: Ausgleichsmaßnahmen im Wald -
Welche Maßnahmen sind sinnvoll im Sinne eines langfristigen Klima- und
Naturschutzes? «
» Lutz Franke: Rechtliche Rahmenbedingungen und Grundsätze
für die Anerkennung von Kompensationsmaßnahmen in NRW«
» Mathias Herbert: Kompensation im Wald - Anforderungen und
Empfehlungen aus Sicht des BfN «
» Burkhard Herzig: Numerische Biotopwertverfahren für
Eingriffs- und Kompensationsmaßnahmen «
» Martin Redmann: Erfahrung mit Kompensationsmaßnahmen im
Wald und Ansätze zur Finanzierung von Ökosystemleistungen«
» Roland Schulte: Kompensation im Wald« Fachliche
Hintergründe der Tagung:
Landnutzer sind
wichtige Kooperationspartner bei der
Entwicklung von naturschutzfachlich hochwertigen und erfolgreich
umgesetzten
Kompensationsmaßnahmen. Die Kooperation mit der Landwirtschaft im
Rahmen der
Eingriffsregelung ist in den vergangenen Jahren mehrfach Thema von
Fachveranstaltungen und –veröffentlichungen gewesen. Der BFAD hat seine
jährliche Fachtagung im Jahre 2008 diesem Thema gewidmet. Die
diesjährige Tagung
des Verbandes befasst sich mit den rechtlichen und fachlichen
Rahmenbedingungen
der Kompensationsmaßnahmen im Wald anhand von Erfahrungen und
Beispielen.
Die Bedeutung von
Kompensationsmaßnahmen im Wald steigt
aus Gründen der Flächenknappheit und der doppelten Belastung der
landwirtschaftlichen Flächen insbesondere in Ballungsräumen. Dabei sind
mehrere
rechtliche und fachliche Konstellationen zu unterscheiden:
·
Die
Rodung von Wald für Baumaßnahmen aller Art
erfordert nach den meisten Landeswaldgesetzen Ersatzmaßnahmen.
Gefordert werden
meist Erstaufforstungsmaßnahmen mindestens im Ausmaß der beseitigten
Waldfläche, oft wird ein zusätzlicher Funktionsausgleich nötig.
· Naturschutzfachliche
Beeinträchtigungen von
Wald- und Gehölzbeständen erfordern auch die Abarbeitung der
naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung; hier ist das zu betrachtende
Spektrum
möglicher Kompensationsmaßnahmen viefältiger.
·
Daneben
können sich im Wald auch Möglichkeiten
ergeben, nicht funktionsgebundene Eingriffe außerhalb des Waldes zu
kompensieren.
Die Tagung behandelte –
ausgehend von einem Überblick über
rechtliche und fachliche Anforderungen –an praktischen Beispielen aus
verschiedenen
Bundesländern u.a. die folgenden Themen:
·
Beispiele
für hochwertige Kompensationsmaßnahmen
bzw. Flächenpools im Wald
·
Umgang
mit den Anforderungen aus Wald- und
Naturschutzgesetz
·
Bewertungsverfahren
im Wald auch unter
Berücksichtigung des Klimawandels
·
Finanzierung
von Ökosystemleistungen im Wald
· Kalkulation
und Finanzierung von konkreten
Maßnahmen und Flächenpools
· Zusammenarbeit
verschiedener Akteure
©
BFAD e.V., 2011
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